Alexander Roberg
Lehrer und Kantor - (1933 bis 1937 in Niederstetten)
Alex(ander) Roberg ist am 2. April 1914 in Berlichingen als Sohn des Kaufmanns Feodor Roberg und der Ernestine geb. Hanauer geboren. Er lernte 1927 bis 1933 an der Präparandenanstalt in Höchberg, dann an der Israelitischen Lehrerbildungsanstalt in Würzburg.
1933 wurde er Lehrer in Niederstetten. Geschätzter Gesprächspartner von Pfr. Umfrid. Er gewinnt rasch die Sympathie und Liebe der jüdischen Gemeinde ebenso wie die Achtung der Christen. 1937 zieht er nach Stuttgart. Nach der Emigration war er Leiter der United Hebrew Schools in Detroit, MI / USA. Später Executive Director der Congregation Gemilluth Chassodim Detroit; dazu Vorsitzender der Friends of Shaare Zedek Hospital in Jerusalem.
Er veröffentlichte u.a. über die Israelitische Lehrerbildungsanstalt in Würzburg. 1981 lebte er im Ruhestand in Detroit. Er starb am 22. Februar 1998 in Oak Park, Oakland, MI / USA.
In einem Brief aus dem Jahr 1980 erinnert sich der ehemalige Lehrer: Herr Stadtpfarrer Umfrid erklärte mir bei meiner Ankunft in Niederstetten, mich jederzeit frei zu fühlen, seine Hilfe für die jüdischen Mitbürger in Anspruch zu nehmen. Seine religiöse und menschliche Überzeugung erlaubte es ihm nicht, trotz der ihm bewussten Gefahr, die feige Einstellung seiner Umwelt zu teilen.
Ruth Ehrenberg und Siegbert Kahn bei der Einschulung mit Alexander Roberg


