Ewiges Licht (Ner Tamid)
In vielen Synagogen gibt es das „ewige Licht“. Ursprünglich eine Öllampe, inzwischen auf elektrifiziert und mit modernem Design, befindet sich dieses vor dem toraschrein über dem erhöhten Platz für die Verlesung der Tora. In älteren Synagogen, so auch in Niederstetten, waren sie an Ketten an der Decke befestigt. Das Ner Tamid leitet sich vom ewigen Licht im Tempel ab. Dort brannte es als mittleres Licht zwischen den sechs Armen des 7-armigen Leuchters. Es war der Überlieferung nach für das tragbare Stiftszelt der Wüstenzeit gedacht. So gilt es als schönes Symbol für die ständige Anwesenheit Gottes. Deshalb wird es auch nicht beliebig ein- oder ausgeschaltet. (Quelle. Jüdische Allgemeine online vom 9.7.2015)
Entlang dieser Tradition den Standort des heiligtums anzuzeigen, findet sich das ewige Licht in der römisch-katholischen Kirche in der Nähe des Tabernakels. Dieses hat namentlich seinen Ursprung im Stiftszelt (lat. Tabernaculum testimonii). Von der Bedeutung des ewigen Lichts ist auch im Prophetenbuch des jesaja (kap.60,19-20)die Rede. „ Bei Tag wird nicht mehr die Sonne dein Licht sein, und um die Nacht zu erhellen, scheint dir nicht mehr der Mond, sondern der Herr ist dein ewiges licht, dein Gott dein Strahlender Glanz. Deine Sonne geht nicht mehr unter und dein Mond nimmt nicht mehr ab; denn der Herr ist dein ewiges Licht“


