Bima
Die Bima (Podium) befindet sich im Zentrum der Synagoge. Auf der Bima die an ein Lesepult erinnert wird die Tora verlesen und werden auch einige der Gebete gesprochen. Über eine kleine Plattform und wenigen Stufen ist sie zu erreichen. In den orthodoxen Gemeinden befindet sie sich in der Mitte des Raumen, um eben auch deutlich zu machen, dass die Tora die Mitte des Glaubens und des Gottesdienstes zu sein hat. Sie symbolisiert darüber hinaus den Altar im heiligen Tempel, auf denen Opfer dargebracht wurden.
Die Bima ist der Einrichtungsgegenstand, welcher die Anlage einer Synagoge am meisten beeinflusst. Der Vorsteher liest von dort während des Gottesdienstes aus den Torarollen und leitet die Gemeinde an, sich beim Gebet nach Jerusalem zu wenden. Jeder Mann kann zur Lesung aufgerufen werden, was für den Betreffenden eine große Ehre darstellt, aber meist übernimmt dies der Vorleser, da die Lesung in einem bestimmten Tonfall, nach strengen Vorschriften erfolgen muss. Das Podium ist ständig mit einer Decke bedeckt, um so der Tora Ehre zu erweisen.
Während der Hohen Feiertage werden die Decke der Bima, die Mäntel der Torarollen und der Vorhang des Schreins mit weißen Stoffen ausgetauscht. Weiß repräsentiert Reinheit, Vergebung und Neuanfang, alle zentrale Themen der hohen Feiertage.


